Bourgogne Hautes Côtes de Nuits 2012, „Jean Truffot“

Bourgogne Hautes Côtes de Nuits 2012 von Jean Truffot (leer)

Die Flasche ist leer – endlich?

Der im März bei Lidl erstandene Burgunder ist vorgestern geöffnet und probiert worden.

Der erste Eindruck vermittelte nur ein einziges gutes Gefühl: Die Erleichterung darüber, dass von diesem Wein nicht noch mehr im Keller liegt. Schuld daran war weniger die Blume, die ein bisschen streng war. Im Mund blieb der Wein sehr verschlossen und hatte einen Ton, der wohl bei jungen Burgundern vorkommen kann, den ich persönlich aber unangenehm finde und der mich an Lakritz erinnert.

Da der 2012er in der Tat noch nicht sehr lange in der Flasche ist, habe ich diese wieder verschlossen, um dem Wein einen Tag Zeit zu lassen, ein wenig zu altern.

Am nächsten Abend war der Wein tatsächlich milder geworden und ließ im Geschmack auch Frucht durch. So waren die letzten Gläser von diesem Burgunder unerwartet unproblematisch.

Das Experiment mit dem Bourgogne (pardon, dem Hautes Côtes de Nuits) aus dem Supermarkt führte also nicht zu einer großen Überraschung. Natürlich ist ein Burgunder aus diesem Jahrgang eigentlich auch zu jung, um getrunken zu werden. Die „kleinen“ Burgunder mit Regional-Appellationen sind aber in der Regel auch früher trinkreif und darauf war bei diesem Wein, der noch dazu von einer großen Kellerei stammt, zu hoffen. Es ist auch nicht mein Ziel, im Supermarkt Weine für die jahrelange Lagerung einzukaufen. Dafür sind sie nicht gedacht.

Auch das Dekantieren hatte ich bei diesem Bourgogne nicht für nötig gehalten, aber das hätte ihm offensichtlich gut getan.

Fest steht außerdem, dass der nächste Pinot Noir, der auf den Tisch kommt, direkt vom Winzer stammt.