Hagelschäden bei Beaune

Gestern Nachmittag, am Samstag, den 28. Juni, hat es im Burgund zwei kurze, aber heftige Hagelschauer gegeben, die in einigen der besten Lagen Schäden hinterlassen haben (LeMondefr: „Après la grêle, la désolation des viticulteurs de la côte de Beaune“).

Betroffen sind insbesondere Weinberge bei den Orten Santenay, Meursault, Volnay und Pommard. Die Winzer hatten sich dieses Jahr nach einem vielversprechenden Frühling auf eine gute Ernte gefreut, nachdem es auch in den letzten beiden Jahren zu Hagelschäden kam.

Deshalb kamen gestern auch die 33 neuen Maschinen zum Einsatz, die solche Schäden minimieren sollen. Diese Silberjodid-Generatoren waren ab 9 Uhr morgens im Einsatz, liefen also bereits seit Stunden, als um 17 bis 18 Uhr die Hagelschauer mit murmelgroßen Eiskörnern über den Weinbergen niedergingen. Solche Silberjodid-Generatoren werden auch von Flugzeugen aus eingesetzt, um Hagelschäden zu verhindern. In Österreich wird schon seit den 50er Jahren mit ähnlichen Techniken experimentiert, finanziert durch die dortigen Weinbauvereine (mehr zu verschiedenen auf den Einsatz von Silberjodid basierenden Methoden findet man auf der Seite der „Hagelflieger“ des österreichischen Vereins „Kulturenschutzverein Langenlois und Umgebung“).

Im Burgund ist die Wirksamkeit dieser Generatoren allerdings umstritten. Es hätte mit größeren Hagelkörnern zwar schlimmer kommen können, aber natürlich hatte man sich noch mehr von den Geräten versprochen, die man eigentlich den noch teureren Netzen vorzieht, die zudem die Landschaft verschandeln würden.
Gerade diese Woche erst hat „worldgrandscrus.fr“ über den Kampf der burgundischen Winzer gegen den Hagel berichtet.

Das Problem bei der Bewertung der Wirksamkeit der Maschinen bei den gestrigen Hagelschlägen ist die Vergleichbarkeit, da niemand sagen kann, welche Schäden ohne die Generatoren entstanden wären. Zurück bleiben zumindest entsetzte Winzer, die sich auf schon jetzt auf geringere Mengen bei der diesjährigen Ernte einstellen müssen.

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