Kerzen im Weinberg – gegen den Frost

In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag fielen die Temperaturen im Burgund wieder deutlich unter Null – fast auf den Tag genau ein Jahr nach den verheerenden Frostschäden 2016.

Und auch dieses Jahr hat der burgundische Fotograf Aurélien Ibanez (http://www.aurelienibanez.fr/) wieder eindrucksvoll dokumentiert, wie erstaunlich die Weinberge aussehen, wenn die Winzer nachts Kerzen aufstellen, um die neuen Triebe der Reben vor Nachtfrost zu schützen.
Seine neueste Sammlung mit diesen schönen, aber für Winzer und Weinfreunde erschreckenden Motiven, hat er auf Facebook veröffentlicht:
https://www.facebook.com/pg/aurelienibanezimages/

Kerzen in Weinbergen am Fuß des Hügels von Aloxe-Corton

Am Fuß des Hügels von Aloxe-Corton

Wie kostspielig diese Form der Rettungsaktion ist, erfährt man in einem Artikel auf ladepeche.fr ( http://www.ladepeche.fr/article/2017/04/20/2559926-les-gels-printaniers-tombent-sur-vignobles-et-arbres-fruitiers.html ), in dem von 10 Euro pro Kerze die Rede ist, wobei pro Hektar 400 Kerzen aufgestellt werden, um einen Effekt zu erzielen. Jede einzelne dieser Kerzen brennt dann zwar immerhin auch 8 Stunden lang, aber so ist es kein Wunder, dass dieser Aufwand nur in den teuersten und bedrohtesten Lagen betrieben wird.

Ich danke hiermit Aurélien Ibanez herzlich für die Erlaubnis, an dieser Stelle ein paar seiner beeindruckenden Fotos von dieser frostigen Nacht zu zeigen:

In der Ferne mehr Lichter

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Die Côte-d'Or war in der Nacht erleuchtet wie eine Großstadt. Foto von Aurélien Ibanez